Holzschnitt Ferne.

Feldschafft: Kunstwerke, Auftragsmalerei, Bronzeobjekte

Als Künstlergruppe kümmern wir uns um kulturpolitische Belange der Kunstwelt. In völliger Unabhängigkeit zum Kunstmarkt, Gallerien oder Managern erarbeiten wir künstlerische Konzepte ohne jede Vorgabe von Dritten.

Simultanes Malen

Simultanes Malen ist eine solche Kreation der Feldschafft. Dass mehrere Maler einem Künstler geholfen haben – als Gesellen – ist nicht ungewöhlich. Wir aber malen gleichzeitig und gleichberechtigt an jeweils einem Kunstwerk. Daraus sind erstaunliche Serien in plein-air-Malerei, und abstrakte Kompositionen im Atelier entstanden. Wir haben also die Kunst demokratisiert.

Bleibt die Frage: sabotieren sich die einzelnen Handschriften der beteiligten Künstler nicht gegenseitig? Nein, vielmehr addieren sich die Innovationen zu einem transzendierten Neuen – der eigentlichen Aufgabe der Kunst also.


atelier@feldschafft.de

Die Künstlergruppe für freie Kunst, Auftragskunst und Consulting

aktuelles Feldschafft-Gemälde Emulsion. aktuelles Feldschafft-Gemälde gehobene position. aktuelles Feldschafft-Gemälde Sonnenwind.
aktuelles Feldschafft-Gemälde täglich Brot. aktuelles Feldschafft-Gemälde Samtreich. aktuelles Feldschafft-Gemälde Scheidenwand.
aktuelles Feldschafft-Gemälde aus der Rippe.

New Picts on the Blog: frische Bilder …

…noch nicht ganz trocken: sofern Sie sich für eine auf unserer Homepage abgebildeten Arbeit interessieren, rufen Sie uns einfach an. Ansonsten wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Blättern in der Liste mit den jüngsten Gemälden, Grafiken, Zeichnungen, Skulpturen …

Das Manifest:

Es war einmal …

… als man sich mit Künstlern ”schmückte“. Anfangs waren es die Kirchen, die für die Illustration (biblischer) Erzählungen beauftragten, später Adelige, die den Wert gemalter Portraits oder historischer Ereignisse erkannten. Bis in die jüngere Vergangenheit wurden Künstler engagiert, um die Attraktivität von Institutionen mit ihrer Kreativität aufzuwerten. Noch in den 70er Jahren wurden Wandfresken in Auftrag gegeben; in den 80ern galten Ausstellungen auf Messen oder in bedeutsamen Räumen als Publikumsmagnet. Aus dieser Erkenntnis wurden Künstler für Ihr Schaffen belohnt. Heute würde man sagen: eine echte win-win-Situation! Ausstellungsmacher konnten ihre Einnahmen steigern; die Beschäftigung professioneller Künstler sicherte den Besuchern eine hohe Qualität, und die Künstler konnten Ihre Existenz sichern.

Dann verbreitete sich ein Zitat: ”Jeder ist ein Künstler!“

(Andere Berufsgruppen sind da vorsichtiger: man stelle sich vor, Prof. Bernard hätte behauptet, jeder sei ein Herzchirurg …) Beuyhs hatte seine Worte auf den Begriff der ”sozialen Plastik“ bezogen.

Es sollte nicht als Rechtfertigung dienen. Ob Ihnen ein Laudator - der das Zitat verwendet - die ”soziale Plastik“ erläutern kann? Wie ähnlich klingen heute Presseberichte; wie häufig lesen Sie solche Formulierungen: ”… langjährige Beschäftigung mit Malerei …“, ”Studium der Kunstpädagogik“, oder ”farbenfrohe Gemälde“, usw.?

Das Konzept von einst funktioniert nicht mehr, Anfragen lauten nun so: ”…wir möchten Ihnen die Gelegenheit geben, Ihre Bilder zu zeigen …“ Anders gesagt: ”…was für Bildchen Sie machen ist egal, aber die Deko darf nichts kosten“. (So feierte z.B. der vielleicht größte regionale Wirtschaftsverband Hessens einen Frühjahrsempfang in einer dunklen Stadthalle, die von der Stimme einer Sängerin erhellt, vom Blumenschmuck einer Gärtnerei geschmückt und von zwei Künstlern mit Bildern aufgewertet wurde.

Die Sängerin erhielt ein Honorar. Die Gärtnerei wurde bezahlt. Und die bildenden Künstler erhielten - Sie ahnen es schon - den Trost: ”Wir wollten Ihnen die Gelegenheit geben …“

Die Idee, für Kunst nicht zu bezahlen, ist ökonomisch raffiniert. Zahlreiche Hobbymaler sind bereit, sich so zu verkaufen. Ohne Einschränkung freut es professionelle Künstler, wenn sich Menschen mit dem Verstehen der Welt malerisch auseinander setzen! Denn auch Autodidakten erzeugen mitunter gute künstlerische Qualität. Die Ergebnisse ”hobbymäßig“ zu verkaufen bedeutet aber, die KSK* zu ignorieren, den Kunstmarkt mit Dumpingpreisen (steuerfrei) zu unterwandern, und steigende Mieten für Ausstellungsräume zu provozieren - kurz: die Existenz derer zu kappen, die diesen Beruf ausüben. Außerhalb nahezu aller Berufsgruppen gilt solches Tun als Schwarzarbeit und wird entsprechend verfolgt, aber nicht in der Hobby-”Kunst“.

• Dürfen öffentliche Einrichtungen diesen ”Basar“ unterstützen?

• Wie erklärt sich, dass jemand einerseits für seinen eigenen Beruf

(z.B. Kunstpädagogik) die Solidargemeinschaft nutzt, und andererseits mit

Niedrigpreisen z.B. die Existenz ehemaliger Schüler bedroht?

• Wussten Sie, dass selbst eine Kultusministerin a.D.

in diesem ”Markt“ ihre Bilder verkauft?

• In welchen Medien erfährt man davon?

• Und: warum sollten wir diese Fragen nicht stellen dürfen?


Bleiben Sie uns treu,

Anke Schäfer und Torsten Sauer


*Die Künstlersozialkasse (KSK) hilft Künstlern z.B. durch Beitragsunterstützung bei der Kranken- und Pflege-Versicherung. Erwirtschaftet werden die Gelder durch Beiträge der Mitglieder (also angemeldeten! bildenden Künstlern) und Abgaben von Veranstaltern (Messebetreibern, Galerien, etc.). Diese Form der Unterstützung funktioniert nur, wenn sich alle in der Kunst Tätigen solidarisch mit einbringen!!! (also eben genau so, wie Sie es aus dem Gesundheits- oder Rentensystem kennen).

Zum Seitenanfang